INFO: Dieses Forum nutzt Cookies...
Cookies sind für den Betrieb des Forums unverzichtbar. Mit der Nutzung des Forums erklärst Du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Es wird in jedem Fall ein Cookie gesetzt um diesen Hinweis nicht mehr zu erhalten. Desweiteren setzen wir Google Adsense und Google Analytics ein.

Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 0 Bewertungen - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
mein invertierter Fototisch für Photogrammmetrie und schwere Objekte
20.11.2020, 13:12 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.11.2020 13:40 von starfire.)
Beitrag #1
Smile mein invertierter Fototisch für Photogrammmetrie und schwere Objekte
Hallo, ich möchte hier meinen Fototisch vorstellen und hoffe auch das mit eventuell jemand beim Programmieren unter die Arme greift. Vorweg entschuldigt bitte die Fotos, in meinem Bastelzimmer ist es etwas unaufgeräumt Angel

Bei normalen "Drehteller-Tischen" bleiben oft die zu fotografierenden Objekte nicht sauber liegen. Außerdem möchte ich in der Lage sein schwere Teile fotografieren, sowie diese auch "von oben" ablichten zu können um später die Option zur Photogrammetrie zu haben. Das Ziel ist Rundumfotos zu machen, die hinterher möglichst wenig Bearbeitungsaufwand beim Freistellen verursachen, weil da ziemlich viele Fotos pro Objekt zusammenkommen.

Mechanik:
Zentral befindet sich eine Achse auf der das zu fotografierende Teil liegt. Die Achse ist gleichzeitig der Drehpunkt für einen beweglichen "Arm" auf dem die Kamera und Fotoleuchten montiert sind. Für die "Rückseite" gibt es Testweise eine Konstruktion die eine Hohlkehle aus Papier hinter dem Objekt langführt. Diese besteht aus selbst gedruckten Halterungen, Alurohren, einem alten Plastik-L-Profil und Papierklemmen. Wenn die Hochachse dazu kommt benötigt der Hintergrund unten einen „Ausschnitt“ für die Welle mittig. Das Papier dient aktuell nur zum Testen der nötigen Maße und Beleuchtungseinstellungen der Kamera.
Damit der Arm "rund läuft" sind auf der kurzen Seite Gegengewichte angebracht, als Fuß dient eine alte 15 kg Hantelscheibe in deren Mitte die Welle eingeschweißt ist. Der Rahmen ist so konstruiert das man ihn in der "senkrechten" Achse mit einem Stepper Motor ausrüsten kann. In der aktuellen Ausbaustufe wird die Kreisbewegung per Motor abgefahren, und die „Höhe“ stellt man manuell fest.
Die Kabel sind im Rahmen verlegt, die Kabeldurchführungen zum Schutz der Leitungen selbst gedruckt. Es war vorgesehen zwei Leitungen für den Kameratrigger und zwei Leitungen zur Stromversorgung der Leuchten zu nutzen. Das wurde später auf Batteriebetrieb umgestellt, weil mir die Leitungen zu dünn für den fließenden Strom erschienen. Außerdem ist der Schleifkontakt auf der Außenbahn manchmal etwas „wacklig“.
Der Antriebsmotor ist auf einer Grundplatte gelagert die auf einer Seite drehbar gelagert verschraubt ist, und auf der anderen Seite einen länglichen Ausschnitt hat in dem eine Schraube zum festklemmen sitzt. Somit kann man den Motor von der Achse „wegdrücken“ und die Schraube unter Spannung festziehen um den Antriebsriehmen zu spannen. Die Kraftübertragung finden über Zahnräder und Riemen statt.

Elektronik:
Als Kamera kommt eine Canon EOS1200D zum Einsatz welche per Kabelauslöser getriggert wird. Das Ganze wird über einen Esp8266 (NodeMCU-Board) per Funk mit einer 433-MHz-Fernbedienung von Konrad gesteuert. Die Drehbewegung um die Hochachse wird aktuell über einen DC-Motor realisiert, Motortreiber ist ein "IBT-2" aus China, die Positionsbestimmung erfolgt über eine Lochscheibe mit Gabellichtschranke. Zusätzlich befindet sich am Rahmen ein reed-Kontakt über den ein Magnet geführt wird, um pro Umdrehung einmal genau die Rahmenposition bestimmen zu können. die Steuerplatine ist vorbereitet um zwei Stepper Motoren anzusteuern. Es können insgesamt nur zwei Motoren angesteuert werden (zu wenig GPIOs). Deswegen kann man es per Jumper auswählen, entweder 1xDC und 1x Stepper oder 2x Stepper. Ein gängiges 433 MHz-Empfangsmodul dient zur Fernsteuerung. Die Platine bietet zwei Eingänge die auf einen analogen Pin der NodeMCU geführt werden, damit war es mir bei den ersten Tests möglich mein Programm zu triggern ohne mir Gedanken um die Funksteuerung zu machen. Um die Kamera zu triggern habe ich mir eine Grundplatte für Schleifkontakte gedruckt, die Schleifkontakte selbst sind Ersatzteile einer Carrera-Bahn. Um das Objekt sauber zu beleuchten habe ich mich für Dauerlicht in Form von zwei LED-Fotoleuchten entschieden, da Blitze zu lange zum „nachladen“ brauchen. Eine Leuchte ist über der Kamera montier, die zweite beleuchtet den Hintergrund. Dadurch soll der Hintergrund „überstrahlen“ und reinweiß sein. Die Kamera wird im „Sportmodus“ betrieben, somit löst sie schnell genug aus um nicht jedes Mal für ein Foto anhalten zu müssen.

Aktueller Status:
Das oben Beschriebene ist umgesetzt. Ich kann per Funkfernbedienung den Motor beschleunigen, abbremsen und auch die Kamera auslösen. Die Kabel sind erst teilweise im Rahmen verschwunden, Kabelführungen für das Mittelteil muss ich noch mal austauschen. Das Netzteil ist im zentralen Gehäuse untergebracht und verursacht Störungen, weshalb die Steuerplatine im Moment neben der Konstruktion liegt. Der 433 MHz-Empfänger hat trotz Antenne eine unbefriedigende Reichweite. Das Gehäuse werde ich deshalb noch einmal ändern, das Netzteil wird ausgelagert und „neben dem Tisch“ liegen, die Steuerelektronik kommt in ein kleineres Gehäuse direkt an der zentralen Welle.

Bilder:
1. Gesamtansicht mit Kamera, zwei Leuchten und Objekthalter mittig montiert.
2. Motor mit Zahnriemen, Schrittzähler / Lochscheibe. Hinten erkennbar die 4-poligen Schleifkontaktscheibe und Gehäuse für Elektronik.
3. eine der Kabeldurchführungen, Fixierung der Höhenverstellung, ein Stück der Halterung des zweiten Fotolichts.
4. Meine Steuerplatine mit freien Steckplätzen für die Stepper-Motor-Kontroller (mittig), reinmontiert der 433 MHz Empfänger (über seinem Anschluss, schwarz, weiß, grau). Daneben der Anschluss des Schrittzählers (grün, gelb, orange). Ganz links auf der Platine der Trigger-Anschluss (mit reed relay zum Schutz der Kamera umgesetzt).

Mein Problem:
Ich muss den Motor über eine Beschleunigungsrampe anfahren lassen, dann soll eine Anzahl x Fotos gemacht, und dann wieder abgebremst werden. Das überfordert mich leider ein wenig weil ich eigentlich kein c-Programmierer bin… Ich habe mir meine aktuelle Ansteuerung aus Programmbeispielen der verbauten Einzelteile und Tutorials zum Arduino zusammengebaut.
Deshalb meine Frage ob mir eventuell jemand im Forum helfen könnte?

Edit: Habe meinen Quelltext vergessen.


Angehängte Datei(en) Thumbnail(s)
       

.txt  code.txt (Größe: 5,91 KB / Downloads: 1)
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
20.11.2020, 14:30
Beitrag #2
RE: mein invertierter Fototisch für Photogrammmetrie und schwere Objekte
Hast Du Dir für die Steppersteuerung schon mal die MoBaTools angeschaut?

Gruß Tommy

"Wer den schnellen Erfolg sucht, sollte nicht programmieren, sondern Holz hacken." (Quelle unbekannt)
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
20.11.2020, 14:36
Beitrag #3
RE: mein invertierter Fototisch für Photogrammmetrie und schwere Objekte
(20.11.2020 13:12)starfire schrieb:  ....Der 433 MHz-Empfänger hat trotz Antenne eine unbefriedigende Reichweite. Das Gehäuse werde ich deshalb noch einmal ändern, das Netzteil wird ausgelagert und „neben dem Tisch“ liegen, die Steuerelektronik kommt in ein kleineres Gehäuse direkt an der zentralen Welle.
Hallo,

macht soweit einen guten Eindruck.
Allerdings was den Empfänger betrifft, ist der gelinde gesagt "Müll".
Besorge dir mal einen RXB8.
Damit wird das auch mit der Reichweite klappen.

Gruß Dieter

I2C = weniger ist mehr: weniger Kabel, mehr Probleme. Cool
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
20.11.2020, 14:38
Beitrag #4
RE: mein invertierter Fototisch für Photogrammmetrie und schwere Objekte
(20.11.2020 14:30)Tommy56 schrieb:  Hast Du Dir für die Steppersteuerung schon mal die MoBaTools angeschaut?

Gruß Tommy

Kannte ich noch nicht, danke für den Tipp. Hatte zum testen der Platine mal testweise einen Treiber aufgesteckt und einen Motor meines 3d-Druckers ein paar Schritte machen lassen. Die Stepper-Motoren sind dann "Ausbaustufe 2". Wenn dann eine weitere Dimension dazukommt bin ich wahrscheinlich völlig überfordert.

Möchte erst einmal hinbekommen das er sauber eine Runde durchfährt und dabei 32 Fotos macht.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
20.11.2020, 14:40 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.11.2020 14:42 von starfire.)
Beitrag #5
RE: mein invertierter Fototisch für Photogrammmetrie und schwere Objekte
(20.11.2020 14:40)starfire schrieb:  Hallo,

macht soweit einen guten Eindruck.
Allerdings was den Empfänger betrifft, ist der gelinde gesagt "Müll".
Besorge dir mal einen RXB8.
Damit wird das auch mit der Reichweite klappen.

Habe ich mir grade angeschaut, der sieht ja so aus als wenn ich den einfach gegen meinen austauschen kann? Smile
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
20.11.2020, 14:58
Beitrag #6
RE: mein invertierter Fototisch für Photogrammmetrie und schwere Objekte
(20.11.2020 14:40)starfire schrieb:  
(20.11.2020 14:40)starfire schrieb:  Hallo,

macht soweit einen guten Eindruck.
Allerdings was den Empfänger betrifft, ist der gelinde gesagt "Müll".
Besorge dir mal einen RXB8.
Damit wird das auch mit der Reichweite klappen.

Habe ich mir grade angeschaut, der sieht ja so aus als wenn ich den einfach gegen meinen austauschen kann? Smile
Ja, nur umstecken und der Rest passt.
Auf Pinbelegung achten.

Gruß Dieter

I2C = weniger ist mehr: weniger Kabel, mehr Probleme. Cool
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
20.11.2020, 15:06
Beitrag #7
RE: mein invertierter Fototisch für Photogrammmetrie und schwere Objekte
(20.11.2020 14:58)hotsystems schrieb:  
(20.11.2020 14:40)starfire schrieb:  
(20.11.2020 14:40)starfire schrieb:  Hallo,

macht soweit einen guten Eindruck.
Allerdings was den Empfänger betrifft, ist der gelinde gesagt "Müll".
Besorge dir mal einen RXB8.
Damit wird das auch mit der Reichweite klappen.

Habe ich mir grade angeschaut, der sieht ja so aus als wenn ich den einfach gegen meinen austauschen kann? Smile
Ja, nur umstecken und der Rest passt.
Auf Pinbelegung achten.

Kannst du mir die Sender auch empfehlen? https://www.ebay.de/itm/433Mhz-Wireless-...100623.m-1
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
20.11.2020, 15:09
Beitrag #8
RE: mein invertierter Fototisch für Photogrammmetrie und schwere Objekte
(20.11.2020 15:06)starfire schrieb:  Kannst du mir die Sender auch empfehlen? https://www.ebay.de/itm/433Mhz-Wireless-...100623.m-1

Ja, diesen Sender habe ich auch mehrfach eingesetzt. Den kannst du problemlos verwenden.

Gruß Dieter

I2C = weniger ist mehr: weniger Kabel, mehr Probleme. Cool
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Antwort schreiben 


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema: Verfasser Antworten: Ansichten: Letzter Beitrag
  Mein Projekt, für analoge Slotcars Runden- und Zeitmessungung capri1968 19 4.928 21.04.2020 22:12
Letzter Beitrag: capri1968
Shocked Mein Dauerprojekt: 3D Printed Arduino Factory Staind 14 7.385 24.11.2018 11:18
Letzter Beitrag: Tommy56
  Mein erste Projekt daja64 16 7.629 19.10.2017 20:14
Letzter Beitrag: Tommy56

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste