INFO: Dieses Forum nutzt Cookies...
Cookies sind für den Betrieb des Forums unverzichtbar. Mit der Nutzung des Forums erklärst Du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Es wird in jedem Fall ein Cookie gesetzt um diesen Hinweis nicht mehr zu erhalten. Desweiteren setzen wir Google Adsense und Google Analytics ein.

Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 1 Bewertungen - 2 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Probleme beim Löten
14.01.2016, 08:22 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.01.2016 08:45 von alpenpower.)
Beitrag #17
RE: Probleme beim Löten
Hallo zusammen,

wenn ich das so lese stellt es mir sämtliche Haare auf.
Leute, was macht ihr da?
Soweit ich die Lötstation beurteilen kann, sollte die schon ok sein.
Was garnicht geht ist, vorher das "Industrielötzinn" auf die Spitze geben und dann dem Bauteil zuführen, das ist kein Kleber, sondern Lötzinn.

Aufbau vom Lötzinn:
es besteht üblicherweise aus 60% Zinn, 38% Blei und 2% Kupfer (Herstellerangaben: Sn60 Pb38 Cu2)
Das Zinn ist innen ‚hohl‘ und mit Flussmittel gefüllt, üblicherweise mit Kolophonium (ein Harz).
Die Dämpfe beim Löten sollten nicht eingeatmet werden, sie können giftige Substanzen enthalten.
In der industriellen Fertigung werden hierzu Absauganlagen mit Filter verwendet.

Wenn Du vorher das Zinn auf die Lötspitze gibst, dann ist es ja längst verdampft und somit auch seine Wirkung dahin.
Ich habe in meinem Bauteillager Bauteile, welche weit über 20 Jahre alt sind. Die sind schon etwas angelaufen (oxidiert), aber am Thyristor vorher die Beine blankfeilen oder putzen geht auch nicht!

Was noch nicht geht, dass man in der Elektronik mit Lötfett und/oder Säuren arbeitet, dass sollten lieber die machen, welche die Dachrinnen montieren und zusammenlöten, da wird das Zeug dann benötigt und macht auch Sinn.

Also:
Wenn es ein bleihaltiges Lötzinn ist, dann liegt die Temperatur ca. bei 350-400°C (üblich sind ca. 370°C). Ist es bleifrei, dann ist die Temperatur ca. um 10°C höher.

Lötvorgang:
Die heiße Lötkolbenspitze wird zuerst am Schwamm abgestreift, um verkokelte Kolophoniumreste (Flussmittel) zu entfernen. Dann wird das Elektroniklötzinn und die Lötspitze gleichzeitig mit dem Bauteilbein kontaktiert und etwas Zinn nachgeschoben, dann sollte es eine gute Lötstelle werden.
Der Lötvorgang sollte nach einigen wenigen Sekunden erledigt sein, da sonst das Bauteil den Hitzetod sterben wird, weil sich die Wärme am Bauteilbein in den Chip leitet und dieser totgeheizt wird.

Die Leiterbahnen der Lochraster sind normalerweise auf dem Trägermaterial aufgeklebt. Wenn ich da ewig lange Wärme zuführe, dann löst sich die Leiterbahn ab. Mit höherer Temperatur geht das dann schneller.

Andere Flussmittel wie Säure, Lötwasser usw. sind in der Elektronik tabu. Diese fressen Bauteil und Platine an und zersetzen die kpl. Baugruppe, die Schädigung ist langfristig zu betrachten.
Jetzt wäre noch die Zusammensetzung vom Lötzinn interessant, aber leider ist der Aufkleber nicht mehr vorhanden.
Sollten uralte Bauteilbeine wirklich oxidiert sein, so geht das Reinigen sehr gut mit einem Glasfaserpinsel (ca. 5EUR).

Die Lötspitzen von heutigen Lötstationen sind alle industriell verzinnt. Bitte hier keine Feile ansetzen und 'reinigen', die sind dann unbrauchbar.

So, ich hoffe ich konnte hier weiterhelfenSmile

Gruß Franz
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
14.01.2016, 13:02
Beitrag #18
RE: Probleme beim Löten
Naja, den Lötvorgang, den ich weiter vorher beschrieben hab, zieh ich in wenigen Sekunden durch.

Ich hab nur die Erfahrung gemacht, das die Wärme schneller ins Bauteil geht, wenn ich das Lötzinn an die Spitze halte anstatt erst das Bauteil zu erwärmen.
Ein kleines Tröpfchen ist doch nur gemeint, nur als Wärmeleiter missbraucht.
Dann, sobald etwas flüssiges Lot an der Spitze hängt, geht die Wärme direkt ins Werkstück und dort wird dann Zinn nachgeführt, bis die Bauteile schön umschlossen sind.
Zinn weg, Lötspitze einige Sekunden verzögert weg, fertig.


Mittlerweile hab ich mir übrigens neues Lötzinn besorgt.
S-Sn60Pb39Cu1

Oder Artikelnummer 640101 von Stannol
Auf einmal läuft das wieder, als wäre nix gewesen...

Vermutlich ist diese alte Restrolle einfach nur "bleifrei" und hat entsprechende Nachteile bei oxidierten Beinchen.

Binatone
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
14.01.2016, 14:12
Beitrag #19
RE: Probleme beim Löten
Ja das mit dem bleifrei kann schon sein.
Aber wenn Du nun dieses Lötzinn hast, dann passt ja alles.Smile
Es ist ja auch kein Hexenwerk.

Franz
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Antwort schreiben 


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema: Verfasser Antworten: Ansichten: Letzter Beitrag
  Arduino Micro - Probleme madin 18 237 30.11.2016 19:31
Letzter Beitrag: madin
  Probleme mit ESP8266 BennIY 6 218 20.11.2016 14:49
Letzter Beitrag: BennIY
  Probleme mit mehreren DS18B20 Fühlern Uwa 12 324 15.10.2016 15:26
Letzter Beitrag: ardu_arne
  FFC Buchsen Löten 0.5mm pitch BennIY 4 157 26.09.2016 18:44
Letzter Beitrag: SkobyMobil
  Schrittmotor ruckelt beim Start und im laufenden Betrieb - Arduino+Motor Shield grt35a 3 263 21.09.2016 06:56
Letzter Beitrag: Bitklopfer
  Probleme mit SIM900 GSM seit PinManagment test BennIY 0 172 31.07.2016 23:33
Letzter Beitrag: BennIY
  Probleme mit dem Arduino Ethernet-Shild jalu4601 25 1.344 06.06.2016 16:09
Letzter Beitrag: Bitklopfer
  Probleme mit ws2812b Led stripes Gravia 5 716 04.06.2016 14:50
Letzter Beitrag: Digit_AL
  Abgreifklemmen löten bergfrei 3 404 11.04.2016 21:55
Letzter Beitrag: Bitklopfer
  Probleme mit Schrittmotorsteuerplatine Wetteronkel 2 542 16.03.2016 16:07
Letzter Beitrag: Wetteronkel

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste