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Leistungsverlust beim L293D
11.03.2020, 20:13
Beitrag #1
Leistungsverlust beim L293D
Hallo Zusammen,

ich versuche, einen (vorhanden, nicht weiter dokumentierten) 5V-DC-Motor mittels Arduino Nano Every und L293D zum laufen zu bekommen.
Der Motor stammt aus einem vorhandenen Bauteil, welches ursprünglich lediglich an 3xAA-1.5V Batterien betrieben wurde. Daraus schliesse ich auf 5V DC. Aufdrucke o.Ä. gibt es keine.
Er muss nicht viel bewegen, daher wollte ich das ganze jetzt über ein USB-Port mit Strom versorgen.
Stecke ich den Motor direkt auf + und - vom Breadboard läuft er auch kraftvoll los - auch mit der nachher zu bewegenden Last dran.

Gehe ich über den L293D wird der Motor so schlapp, dass er gerade noch seine eigene Achse bewegen kann. Das kleinste bisschen widerstand stoppt ihn dann. auch bei voller Power.
Laut Datenblatt macht der L293D ja 600mA - ohne es genau zu wissen hätte ich jetzt gesagt dass das reicht. Oder ist der Verlust bei dem IC so hoch? Hat dort jemand Erfahrungswerte?

Vielen Dank
Jacques
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11.03.2020, 21:36
Beitrag #2
RE: Leistungsverlust beim L293D
L293D
laut Datenblatt bei Reichelt
Elektrische Werte
Versorgungsspannung 4,5 ... 7, 4,5 ... 36 VDC
Eingangsspannung 2,3 ... 7 VDC
Ausgangsspannung 1,2 ... 1,8 V DC

Ich lese Aus = max 1,8V
Wenn dein Motor für einen Normalbetrieb 5V braucht - ist das zu wenig.

ESP32 Anfänger mit Migrations-Hintergrund (komme von RasPi & Python)
Gruß aus Franken
Dietmar
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11.03.2020, 21:36
Beitrag #3
RE: Leistungsverlust beim L293D
Da wäre wohl mal interessant wie hast du ihn an den Motortrreiber angeschlossen und hast du mal gemessen welche spannung am Motor anliegt wenn der IC daran hängt ?
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11.03.2020, 21:49
Beitrag #4
RE: Leistungsverlust beim L293D
Der L293 ist ein 'Veteran' bei den H-Brücken und noch in bipolarer Technik aufgebaut. Typischerweise gehen dir da von deiner Motor-Versorgungsspannung ca 2,5V verloren. Wenn Du ein schlechtes Exemplar erwischt evtl. sogar noch mehr. Da kannst Du ausrechenen, was bei 5V für deinen Motor noch übrigbleibt.

Gruß, Franz-Peter
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12.03.2020, 09:04
Beitrag #5
RE: Leistungsverlust beim L293D
Ups. da hatte ich wohl irgendwie angenommen, dass der die 5V bei 100% einfach komplett durchschiebt - ist mein erstes Projekt mit Motoren :-P

Dann ist der L293 wohl definitiv nicht mein Bauteil... tendenziell würde ich gerne bei einer Stromquelle bleiben und im Idealfalle ist diese auch 5V - ein USB-Port hat man immer irgendwo dabei und alle anderen Bauteile sind auch auf 5V (ein paar LEDs hauptsächlich).
Das wird aber halt nicht funktionieren, wenn es keine Motorsteuerung gibt, die 5V rein -> 5V raus macht.
Gibt es die denn überhaupt? Und wie sieht das mit der Bauteilgröße aus? ich habe wenig platz Smile
Alternativ bliebe halt noch der Weg -> Step Up vor der H-Brücke oder doch das ganze system auf 9V oder 12V (und damit dann auch den VIN-Pin vom Arduino beschicken) und dann mal durchrechnen, ob der 5V-Pin vom Arduino genug Leistung für den Rest bringt.
Viele Grüße
Jacques
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12.03.2020, 11:27
Beitrag #6
RE: Leistungsverlust beim L293D
Du solltest dir mal überlegen, ob du dein Projekt nicht in Steuerteil(Arduino o.Ä.) und ein Leistungsteil(Motor-Treiber) unterteilst.
Die Steuerteile(Arduino, ESP, RasPi...) liefern Steuerausgänge mit geringer Spannung und geringem Strom. (i.d.R. 5V und wenige mA)
Dazu kommt noch - ein Motor(und sei er noch so klein) KANN im ungünstigen Betriebsfall einen Ausgang(Ardu...) töten.

ESP32 Anfänger mit Migrations-Hintergrund (komme von RasPi & Python)
Gruß aus Franken
Dietmar
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12.03.2020, 13:41
Beitrag #7
RE: Leistungsverlust beim L293D
Hallo Jacques
(12.03.2020 09:04)Jacques_Norris schrieb:  Dann ist der L293 wohl definitiv nicht mein Bauteil... tendenziell würde ich gerne bei einer Stromquelle bleiben und im Idealfalle ist diese auch 5V
Du brauchst einfach einen moderneren Treiber, der mit MOS-Fets arbeitet und damit nicht so einen hohen Spannungsabfall hat.
Such mal nach DRV8833 oder TB6612, das sind z.B. solche Treiber. Wobei der DRV8833 lt Datenblatt noch einen etwas kleineren Verlust ( kleinerer ON-Widerstand ) hat, als der TB6612.

Gruß, Franz-Peter
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12.03.2020, 15:43
Beitrag #8
RE: Leistungsverlust beim L293D
(12.03.2020 11:27)db91595 schrieb:  Du solltest dir mal überlegen, ob du dein Projekt nicht in Steuerteil(Arduino o.Ä.) und ein Leistungsteil(Motor-Treiber) unterteilst.
Die Steuerteile(Arduino, ESP, RasPi...) liefern Steuerausgänge mit geringer Spannung und geringem Strom. (i.d.R. 5V und wenige mA)
Dazu kommt noch - ein Motor(und sei er noch so klein) KANN im ungünstigen Betriebsfall einen Ausgang(Ardu...) töten.

Lass mich dir erklären, was ich überhaupt so im gesamten vor habe:
   
Diese wundervolle Spiegelkugel gab es mal im Discounter meines Vertrauens. Der Motor dreht aber viel zu schnell und die LEDs sind nicht dimmbar.
Ich arbeite als Veranstaltungstechniker und will mir das so als "Gimmick" mit auf Jobs nehmen, neben das Lichtpult stellen und dann von dort steuern können. Hier hat sich der DMX-Standard etabliert. Diesen kann man wohl mittels dem MAX485-Modul auf den Arduino bringen.
Weil es halt eben aber nur ein Gimmick ist will ich da jetzt keinen Riesen aufwand betreiben. Zumal es mein erstes Projekt mit DMX und Motoren ist.
Das ganze hat ein Batteriefach von ehemals 3xAA, in das am besten die komplette Controller-Gerätschaft rein passt, so dass dann nur noch ein USB-Kabel (oder irgendwas anderes zur Stromversorgung) und ein DMX-Kabel für die Daten aus dem Ding kommen sollen.
Bei 2 Kreisen wird das dann irgendwann ganz schön eng. Und da wie gesagt eigentlich sowieso alles auf ehemals 4.5 V lief habe ich halt bisher auf die 2 Kreise verzichtet.
Stand gestern Abend sah mein Projekt so aus (noch mit dem L293D):
   
Stromversorgung käme dabei einfach aus einer 5V-Quelle an die +/-Schiene
Ich weiss, dass mir durch die Stromversorgung des Arduinos mittels dem 5V-Pin bei Verpolung oder ähnlichem durchbrennende Teile drohen, aber das ist glaube ich auch bisher das einzige Risiko, welches ich sehe.
Der Motortreiber greift den Strom aus der selben Quelle wie der Arduino, aber der Strom muss halt nicht durch den Arduino durch. Der muss nur 3 LEDs befeuern (welche evtl. noch durch so nen Neopixel-Ring ersetzt werden).

(12.03.2020 13:41)MicroBahner schrieb:  Du brauchst einfach einen moderneren Treiber, der mit MOS-Fets arbeitet und damit nicht so einen hohen Spannungsabfall hat.
Such mal nach DRV8833 oder TB6612, das sind z.B. solche Treiber.
Oh, Mega! Vielen Dank! Der DRV8833 sieht ziemlich genau nach dem aus was ich suche - allerdings reicht mir für den einen Motor ja auch ein Single-Kanal. Das wäre der DRV8838 - oder habe ich dabei irgend einen Unterschied übersehen?

Danke für eure Antworten!
Jacques
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