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Gehäuse
18.01.2015, 20:32
Beitrag #1
Gehäuse
Hallo,
welche Gehäuse benutzt ihr?
Es gibt zwar z.B. Plexiglasgehäuse zu kaufen, ähh, aber so richtig begeistern die mich nicht.

Ich habe keinen 3D-Drucker gefunden der
1. vom Preis akzeptabel wäre.
2. er kann auch kleiner sein 12cm x 12 cm reicht, - kein so schweres Monstrum von Drucker.
3. Präzision ist vermutlich mies.
4. Material ist teuer und scheint mir eher zu weich für z.B. Schnappverschlüsse nicht elastisch genug.

Hat jemand schon mal Erfahrungen gemacht Gehäuse mit 3D-Druckern herzustellen?
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18.01.2015, 21:28
Beitrag #2
RE: Gehäuse
Hallo Pit,

welche Preisvorstellungen hast du denn für einen 3D-Drucker?

Der große Vorteil und gleichzeitig das größte Problem mit vielen 3D Druckern ist, dass sie Ableger vom quelloffenen Reprap-Projekt sind. Die wenigsten Modelle spucken mit den Standardeinstellungen gute Teile aus, vor Allem wenn es komplizierte Überhänge gibt, oder wenn man mal günstigeren Kunststoff kauft.

Ich selbst habe einen UP und Printrbot, und bei einem Reprap mitgebaut. Die UP sind zwar keine Open Hardware und die Software kein Open-Source, dafür meiner Erfahrung nach das, was "Klick-und-Druck" am nächsten ist. Da ich sehr kleine Teile drucke und auch mal die Gelegenheit hatte Profi-Geräte live zu sehen bin ich angenehm von der Qualität überrascht, und vor Allem die Einstelloptionen sind erfreulich übersichtlich.
Den UP Mini mit 12x12x12cm gab es bei Tchibo letztes Jahr für 499, mit einem Online-Gutschein für etwas über 400 Euro. Auch der Reguläre Preis von 649 Euro ist noch hinnehmbar, meinen großen UP habe ich damals noch in Asien bestellt um ein paar hundert Euro zu sparen.

Wenn dich das Basteln nicht abschreckt würde ich in Richtung Prusa i3 oder Mendelmax gehen, aber desbezüglich bin ich nicht mehr ganz auf dem Laufenden.

Für kleineres und wirklich nur Einzelstücken kann man natürlich auch bei Shapeways o.Ä. drucken lassen, das wird aber nicht ganz billig (Der Kubikzentimeter Plastik kostet dort schonmal das fünfzehnfache im Vergleich zum Selbstdrucken).

TL;DR:
1. in Bezug auf 2.: UP Mini
3. Ziemlich gut und vor allem reproduzierbare Qualität
4. 1 KG ABS oder PLA gibt es für 18-30 Euro pro KG. Damit lassen sich eine Menge Dinge drucken, zumal die wenigsten wirklich 100% Füllung haben (Das wäre bzgl. Warping beim Abkühlen sogar schlecht).

ABS in ein paar mm Dicke kann richtig starr sein (Ich habe z.B. ein paar Teleskop-Kamerahalterungen gedruckt), aber auch Flexibel (Federn, Klickverschlüsse, Zungen etc.). PLA ist sehr steif. Nylon-Arten und andere Kunststoffe, die es mittlerweile auch zum Selbstverdrucken gibt, haben ganz andere Materialeigenschaften. Bei solchen profitiert man allerdings von einem quelloffenen Drucker, bei dem sich Temperatur, Vorschub und Co sehr fein selbst einstellen lassen.
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18.01.2015, 21:53
Beitrag #3
RE: Gehäuse
hallo marcus,
werde mir die vorgestellten drucker mal im internet raussuchen, -- danke
der UP Mini mit 12x12x12cm ist mir auch auch schon mal aufgefallen,
da war allerdings das tschibo angebot schon vorbei.
der ist nicht so schwer, und für meinen bedarf wäre er gross genug, und vor allem ist er anscheinend nicht so schwer.
allerdings schien mir die auflösung nicht so fein, dann dürften die gehäuse vielleicht rillen haben.
mir schwebt auch vor, dass ich die druckdatei als usb-stick einstecken kann, damit der drucker nicht online arbeiten muss.
wo meinst du mit in asien bestellt?, ich bestelle öfter kleinteile bei alibaba.
lg pit
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18.01.2015, 22:19
Beitrag #4
RE: Gehäuse
Hallo Pit,
vielleicht kommt er ja mal wieder als Angebot daher, wer weiß :-)
Ich habe den UP2 und bin damit Glücklich, trotz der 0.15 nutze ich meist die 0.2mm Layerhöhe. Die meisten - auch die schlechten - werben mit 0.1mm oder gar weniger. Das ist nicht alleiniges Qualitätsmerkmal, es spielen viele andere Faktoren mit.
So war der UP vor zwei Jahren der einzige der im Test von MAKE alle Details eines Eulenmodells druckte und von der Handhabung einer - wenn nicht der - einfachste. Am besten funktioniert er allerdings mit dem "Original"-ABS, das kostet dann schonmal 50 Euro pro Kilo. Mit zwei von drei 16-20€/kg Spulen habe ich bisher eher negative erfahrungen gemacht, billig ist also nicht immer gleich günstig. Dafür klappt beim UP eigentlich jeder Druck wenn man sich mal etwas damit beschäftigt.

Die Rillen sieht man auch bei 0.1mm wenn man sehr dicht heran geht. Auch sind gewisse Dinge immer etwas gröber als bei anders gefertigten Teile. Löcher in Seitenteilen oder die Bruchstellen von Stützmaterial muss man etwas nacharbeiten. Das fällt aber eher bei meinen kleinen Modellen als bei Gehäusen auf, und ein Feilen- und Holzmesserset ist bei einem 3D Drucker sowieso Pflicht.
Wie man welche Objekte orientiert um die bestmögliche Qualität zu erreichen lernt man mit der Zeit. So kann ich mit dem UP z.B. M6-Muttern (und kleiner) drucken, T2 Gewinde, selbst bewegliche Teile sind im gewissen Rahmen Möglich. Aber wie jedes Verfahren stößt man auch an Grenzen.
Auch Materialeigenschaften (ABS verzieht sich beim Abkühlen, PLA ist nicht Hitzebeständig...) muss man u.U. im Designprozess berücksichtigen. Es ist eben keine Alu CNC Fräse...

Den UP kann man nach der Erteilung des Drucks auch vom USB Kabel trennen, so mache ich das immer. Anfangs bin ich sowieso gerne dabei falls doch etwas schief geht (Haftung, Abstand etc.; Bei den kleinen Teilen von mir immer etwas heikel).
Ob der Mini von SD druckt weiss ich adhoc nicht, viele Reprap-Drucker machen das aber.

Den UP hatte ich für (damals sensationelle) 1200 Euro (inkl. Versand und Zoll) statt 2000€ direkt bei PP3DP bestellt, allerdings via Banküberweisung, da war ich schon etwas unruhig (Da ohne Käuferschutz wie bei Paypal oder Aliexpress) ;-) Bei Ali bestelle ich auch öfter.


Bedenke beim UP dass du einen ziemlich zuverlässigen Drucker bekommst bei dem man nicht viel machen muss, aber eben auch wenig Einstellen kannst -> Wie erwähnt z.B. Temperatur für anderes Plastik <- Ging früher, heute muss man z.B. einen Poti ans Sensorkabel anbringen.
Bei einem "offenen" Reprap muss man zumindest für komplexere Modelle Anfangs eine gewisse Einarbeitungszeit und Fehldrucke einkalkulieren ;-) Es hat beides Vor- und Nachteile.
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